Wenn Essen Gefühle reguliert – Wege aus emotionalem und stressbedingtem Essen
Viele Menschen kennen die Situation: In Zeiten von Stress, Überforderung oder emotionaler Belastung entsteht ein starkes Bedürfnis zu essen – häufig nicht aus körperlichem Hunger, sondern als Versuch, innere Anspannung zu regulieren oder sich kurzfristig zu beruhigen.
Dieses sogenannte emotionale Essen oder Stressessen lässt sich jedoch häufig nicht allein durch ein Ernährungskonzept verändern. Neben medizinischen und ernährungswissenschaftlichen Grundlagen ist es entscheidend, die eigenen inneren Prozesse besser zu verstehen: die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse, den Umgang mit Gefühlen und die Entwicklung einer liebevollen Selbstfürsorge.
In meiner Praxis biete ich deshalb neben ernährungsmedizinischen Konzepten auch Gruppentherapie an. Eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme ist ein ausreichender Leidensdruck sowie die Bereitschaft, sich mit den eigenen inneren Mustern auseinanderzusetzen und Selbstwahrnehmung in der Gruppe zu erlernen.
Ein zentraler Bestandteil der therapeutischen Arbeit ist die Verbindung zwischen verschiedenen inneren Anteilen: insbesondere zwischen belasteten kindlichen Anteilen, die in früheren Lebensphasen möglicherweise nicht ausreichend emotional versorgt wurden, und den heutigen erwachsenen Anteilen, die lernen können, neue Wege der Selbstfürsorge und Regulation zu entwickeln.
Gerade in Stresssituationen greifen viele Menschen unbewusst auf früh erlernte Schutz- und Bewältigungsmechanismen zurück. Die therapeutische Arbeit hilft dabei, diese Muster besser zu verstehen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und langfristig einen bewussteren Umgang mit Essen und Emotionen aufzubauen.
Durch die besondere psychotherapeutische Ausrichtung unserer Praxis können wir im Bodymed-Beratungscenter auch Patientinnen begleiten, bei denen Übergewicht, Essverhalten oder Stoffwechselprobleme eng mit Stress, Emotionen oder inneren Belastungen verbunden sind.
Daher ist es möglich, eine ärztlich fundierte Ernährungstherapie mit medizinischen Grundlagen und wissenschaftlich belegten Konzepten mit einer psychotherapeutisch orientierten Gruppentherapie zu verbinden. Diese Kombination berücksichtigt nicht nur den Körper, sondern auch die emotionalen Ursachen, die das Essverhalten beeinflussen können.
Wenn Sie merken, dass Ihr Essverhalten stark mit Stress, Emotionen oder innerer Anspannung verbunden ist, sprechen Sie uns gerne an.
Informationen zu Terminen erhalten Sie über:
annette.simsch@drsimsch.de oder 0175 7036519